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Können die Passatwinde durch die klimatischen Veränderungen verschwinden?
 
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In der Nord-Hemisphäre ziehen sich die vom Äquator aufgestiegenen, großen Luftmassen nördlich, zu den kälteren Temperaturen. Wegen der Rotation der Erde (Coriolis Kraft) werden diese Luftmassen am 30° Breitengrad im Uhrzeigersinn über dem Atlantischen Ozean bewegt. So beginnt die Luft zu sinken und es entsteht eine Hochdruckzone über dem Nordatlantik. Die über dem Äquator entstandenen, starken Winde drehen sich um dieses Hochdruckgebiet.

imageDiese globalen Winde, die man Passatwinde nennt, entstehen weitgehend durch die Rotation der Erde (Coriolis Kraft), deren Temperatur und Druckunterschiede.
 
Die Passatwinde werden im Gegensatz zu den lokalen Winden von der Erdoberfläche wenig beeinflusst.
 
Da der Einfallswinkel der Sonneneinstrahlung der Erdkugel nicht gleich ist (Äquator und Pole) gibt es Temperaturunterschiede. So wie die Coriolis Kraft, die durch die Rotation der Erde entsteht,  können diese Kombination von Kräften durch dem jetzigen Klimawandel kaum geändert werden.
 
Dies sind physikalische Gegebenheiten, solange die Erde eine Kugel bleibt und sich um sich selbst dreht. Daher kann man behaupten, dass die regelmäßigen Passatwinde auch in Zukunft nicht ausfallen werden.
 
 
 
ImageEs ist eine Tatsache, das sich die größten sedimentären Phosphatverkommen (42% der Welt Reserven*) am Fuß des Atlasgebirges Nordafrikas befinden, was zu bestätigen scheint, dass die Passatwinde die Meeresströme über dem Atlantischen Ozean seit Millionen von Jahren eben so schaften.
 
Die Gesteigerte biologische Produktion dieser Meeresströme ist die Folge der Mischung von tiefen, phosphatreichen Schichten mit der Oberfläche des Ozeans entlang Kontinentalplatten. Sie stimulierten biologisches Wachstum, dessen organische Reste, sich dann am Meeresboden ablagerten.
 
Die konzentrierten und phosphatreichen Trümmerteile wurden über tausende von Kilometern von dem Passatwind hervorgetane Meeresströmungen, biss zum Fuß des Atlasgebirges geschoben. Seit Jahrmillionen haben sie das größte phosphathaltige Mineraldepot geschaffen, (gelbe Dreiecke auf der Karte bei Khouribga, Benguerir und Youssoufia in Marokko) das augenblicklich abgebaut wird.
 
 
An der Nordafrikanischen Küste, wird das Klima durch die Verbindung der Sahara mit dem Atlantischen Ozean, von regelmäßigen Passatwinden geprägt.  Die lokalen Winde aus der weiträumigen Sahara überlagern die Passatwinde und schaffen so eine der größten Windregionen der Welt. Diese Passatwinde sind hauptsächlich für die extreme Trockenheit der Sahara verantwortlich, da sie die Wolken aus dem Atlantik vertreiben. 
 
Zur Zeit der Segelnavigation haben die Passatwinde über Jahrhunderte die transatlantischen Seewege bestimmt. Daher sind sie ursprünglich verantwortlich für die gesamte europäische Kolonialexpansion. Somit  bestimmten sie einen großen Teil der jetzigen weltpolitischen Geografie.
 
Die Passatwinde formten die Saharaküsten linie Nordafrika's in Marokko und Mauretanien zu einem leeren, felsigen Plateau „Hammada".

Durch eine von der Nord Atlantic Treaty Organization zu Verfügung gestellte Finanzierung konnten umfassende Daten über die Passatwinde im Süden von Marokko und Mauretanien ermittelt werden. Im Rahmen des Sahara Wind Projects wurden diese Messungen mit regionalen, akademischen und wirtschaftlichen Partnerschaften durchgeführt. Sie geben Auskunft über die Windgeschwindigkeiten auf verschiedenen Höhen, über mehrere Jahre dauernden Messungen.

Somit konnte die Qualität und das Ausmaß dieser für Nordafrika charakteristischen Windenergie quelle bestätigt werden.

 

(*) Source: United States Geological Survey - Geology and Nonfuel Mineral Deposits of Africa and the Middle East - 2009

 
 
   
   
     
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