Der wachsende Bedarf an Elektrizität, und die negativen Umweltauswirkungen durch die Nutzung von fossilen und nuklearen Brennstoffen zu Stromerzeugung, prädisponiert Windenergie für eine globale, nachhaltige Energiewende. Als preiswerteste Quelle für erneuerbare Energien, ist die Entwicklung der Windenergie eine europäische Erfolgsgeschichte.

Sahara Wind ProjektDas vorhandene, erschließbare Windpotential könnte groß genug sein, um den europäischen Strombedarf zu decken. Durch die hohe Besiedlungsdichte mit ihrer entsprechend intensiven Landnutzung wird dieses Potential allerdings stark eingeschränkt; dies führt zu einer bedeutenden Reduktion der Landflächen, auf denen Windenergie erzeugt werden kann.

Im Falle Deutschlands, das weltweit führend in der Nutzung von Windenergie ist, werden die Landflächen für Windenergie stark reduziert, um dadurch nur ein geringeren Teil des Landes Strombedarfs zu decken. Dieser könnte nur durch Rückgriffe auf zunehmend ungünstigere Standorte produziert werden, was höhere Kosten erfordern würde. Falls die jährliche Installationsrate der Windenergieanlagen gleich bliebe, wäre das Potential innerhalb weniger Jahre erreicht, was für die Windindustrie schwerwiegende Auswirkungen haben könnte um eine nachhaltige Energieversorgung des Kontinentes  zu sichern.

Während Deutschland und Dänemark Vorreiter waren, sind andere europäische Länder wie Spanien gegenwärtig mit den gleichen Schwierigkeiten konfrontiert. Infolgedessen und auch um die Zukunft einer viel versprechender Energietechnik zu sichern, wird augenblicklich nach anderen Alternativen gesucht, wie die Nutzung von Offshore Windpotentialen. In Europa indes gibt es weite industrialisierte Regionen, wenn nicht ganze Länder, mit hohem Energieverbrauch, die nicht über einen Zugang zur See verfügen.

Daher erscheint es vorstellbar, daß einige Länder den Import bedeutender Mengen an günstiger, windkrafterzeugter Energie aus anderen windreichen Regionen in Erwägung ziehen könnten.

Es gibt große, windreiche Gebiete in unmittelbarer Nachbarschaft Europas, deren Bevölkerungsdichte ein hundertstel der europäischen beträgt und wo der Bedarf an Elektrizität entsprechend niedrig ist.

Sahara KüstenplateauDas Sahara Küstenplateau von Marokko bis nach Senegal ist der größte, dünn besiedelte sowie windigste Standort weltweit im Einzugsbereich des europäischen Elektrizitätsnetzes. Eine erwartete jährliche Produktion von mehr als 4500 Vollaststunden könnte, wie einzelne Windmessungen an manchen Standorten ergeben haben, erreicht werden. Die Größe dieses Einzugsbereichs ist beeindruckend, da die Küste über 2000 Kilometer lang ist.

Die beträchtlichen Mengen von Elektrizität, die transportiert werden müssen, erfordern jedoch viel höhere Netzkapazitäten als heute vorhanden sind. Um beim Stromtransport untragbar hohe Verluste zu vermeiden, könnte eine Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) eingesetzt werden. Mit vorhandener Technologie würden die Verluste bei voller Leistung weniger als 10% pro 3000 km betragen, bezogen auf eine Kapazität, die 5 GW überschreitet. Aus dieser Entfernung kann man Elektrizität vom Saharaplateau durch Nordafrikanische und EU-Mittelmeer Strohm märkte bis nach Deutschland liefern.

Die vorhandenen wirtschaftlichen Verbindungen der EU mit den Mittelmeer und Nordafrikanischen Ländern könnten dieses Windenergiepotential zu einem der Hauptansatzpunkte einer nachhaltigen, wirtschaftlichen Entwicklung der Region machen. Die Nähe beider Kontinente ermöglicht die Erschließung bedeutender, erneuerbarer Energiepotentiale. Durch eine anpassende Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs HGÜ Leitung des Sahara Wind Projekts könnte der steigende Energiebedarf Nordafrikas gedeckt werden. Überschüssige Windenergieproduktion würde man nach Europa exportieren, um dabei einen Teil des höheren europäischen Stromverbrauchs zu decken. Gelichzeitig wird die Industrialisierung Nordafrikas nachhaltig gefördert.

Die Entwicklungsarbeit der Sahara Wind Inc. Gesellschaft besteht darin, diese Vision zu verwirklichen. Als Entwicklungs-Plattform macht das Sahara Wind Projekt alle diesbezüglichen Informationen verfügbar. Initiiert seit 1993 und im Europäischen Parlament in 2002 vorgelegt, hat das Sahara Wind Projekt schon  mehrere europäische Initiativen inspiriert, um aus diesem Projekt Nutzen zu ziehen.  Als regionale Initiative aus dem afrikanischen Kontinent kommend, hat das Sahara Wind Projekt seit seiner Gründung den Schwerpunkt auf ein wirtschaftliches, wettbewerbsfähiges, lokal integriertes Modell gelegt, um diese bedeutenden Windressourcen zu nützen.

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