Passatwinde die von Marokko bis in den Senegal wehen, sind eines der weltgrößten Windpotentiale. Die niedrige lokale Nachfrage kann nur einen sehr beschränkten Anteil dieser Energie in schwache regionale Netze einspeisen. Perspektiven zur nachhaltigen Energieerzeugung sind daher erheblich reduziert und verhindern somit bedeutende wirtschaftliche und industrielle Entwicklungen.

Ein konventioneller Einsatz von Windenergie wird kaum eine Rolle zur Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen der Region spielen (Desertifikation durch Klimawandel und illegale Migrationsprobleme der Subsahara). Mit dem Zugang dieser Energie ermöglicht das Sahara Wind Projekt eine bedeutende Verbesserung der regionalen Wirtschaft. Durch die Schaffung erneuerbarer Energieindustrien könnten außerdem lokale Mineralressourcen nachhaltig umgewandelt werden.

Die Einführung von Windanlagen wird meist von interessierten Marktkräften beinflusst. Diese unangepassten vorgefertigten Lösungen schließen lokale Integrationsmöglichkeiten aus wodurch wirtschaftliche Vorteile für eine nachhaltige lokale Entwicklung verhindert werden.

 
Windkraftanlagen im Hintergrund der marokkanischen 100 Dirham Banknote
Windkraftanlagen im Hintergrund der marokkanischen 100 Dirham Banknote (Quelle: Bank Al-Maghrib)


Es hat sich klar gezeigt, dass die Bemühungen zur Einführung von neuen Windenergietechnologien letztlich zum Import von schlüsselfertigen Anlagen geführt haben, die durch kostenlose Exportversicherungspakete finanziert wurden. Diese Politik hat nur wenig wirtschaftliche Erträge erreicht. Durch die Schaffung lokaler Industrien könnte diese vielversprechende Technologie regionale sowie globale Energiesicherheitsherausforderungen deutlich verbessern.

Die Entwicklungskomponenten des Sahara Wind Projekts zeigen die zukünftige, nachhaltige Umwandlung der Mineralressourcen dieser Region. Diese sind Teil der Anfangsphase eines großen, erneuerbaren Energiesystems. In Zusammenarbeit mit den Ländern, die über technologisches Know-how- verfügen, ermöglicht der Austausch zwischen Universitäten und lokalen Industrien konkrete Anwendungen. Somit würde die Stabilisierung der Stromnetze durch eine erneuerbare Wasserstoffquelle  ermöglicht. Sie können bei kleineren sowie größeren industriellen Anwendungen funktionieren.

Da 90% der Phosphate in Düngemittel umgewandelt werden, sind sie ein wesentliches Element der Ernährungssicherheit. Durch die lokale Nutzung wettbewerbsfähigerer Windenergie bei ihrer Synthese könnte man diese von Kohlenstoffenergien entkoppeln.

Die mauretanischen Eisenerzvorkommen können Vorort durch CO2 freie Wasserstoff Direktreduktion durch Windenergie, in Stahlprodukte umgewandelt werden. So bleibt die Verknüpfung von Energie, Wasser und Ernährungssicherheit ein zentrales Thema. Neben der Industrie wird auch Meereswasser Entsalzung für die landwirtschaftliche Produktion zukünftige Generationen für diese globalen Herausforderungen mobilisieren.

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