Das Weißbuch der Europäischen Union hat genaue Ziele festgelegt, die die strategische Dimension der erneuerbaren Energiequellen in der zukünftigen Elektrizitätsproduktion der EU eindeutig ausweisen. Die Ursachen dieser Entwicklung sind die große Abhängigkeit von Fossiltreibstoffen und deren Erschöpfung sowie der weltweit immer weiter wachsende elektrische Bedarf, dessen Sättigung negative Folgen für die globale Klimaänderung hat.

Bei dem „Energy Roadmap 2050“ der Ende 2011 veröffentlicht wurde, stellte sich die EU-Kommission vor, dass Windenergie mehr Strom als alle anderen Technologien liefern wurde, im Szenario „hoher Anteil erneuerbarer Energien“. Basierend auf Innovation und Entwicklung neuer Infrastruktur mit Energie Speicherkapazitäten in Europa und in den Nachbarländern, skizziert dieses Szenario breitere Strategien und EU Rahmenbedingungen für 2050. In ihrem Bericht (Trends to 2030) bewertet in 2008 sagte die EU Generaldirektion für Energie voraus, dass im Jahre 2030 allein im Bereich der Windenergie eine Kapazität von 135 GW bzw. 12% der gesamt en EU Kapazität installiert sein werden, ausgehend von weniger als 13 GW im Jahr 2000 (2% der EU Kapazität). Am Ende des Jahres 2015 erreichte Europas Windenergie-Kapazität schon 141 GW. Diese Zahlen wurden unter der Annahme prognostiziert, dass während dieser Zeit KEINE neue Politik und zusätzlichen Maßnahmen zur Erreichung der Kyoto Ziele 2008-2012 durchgeführt würden. Die Direktion meinte dazu, dass das eher unwahrscheinlich sei. Die Internationale Energie Agentur hatte schon in ihrem «World Energy Outlook 2010» unter dem Szenario '450 ppm', und 'New Policy Scenario' das Ziel von mehr als 300 GW Windenergie im Europäischen Kontinent ab dem Jahr 2030 vorgegeben. Die Fukushima Katastrophe, die zum Abbau der Deutschen Kernmeiler und zur Energiewende führen wird, scheint diese Prognose zu bestätigen.

imageDa der Zugang zur fossil Energieressourcen und deren Nutzung bedrohliche klimatische Veränderungen bewirken, ist eine internationale Zusammenarbeit erforderlich. Die EU-Regelung bietet einen gesetzlichen Rahmen für die Integration der intra-europäischen Stromnetze. Die Erweiterung dieser Netze auf Länder außerhalb der EU wäre von gegenseitigem Interesse und würde große ökonomische Vorteile und zusätzliche Strommengen mit sich bringen.

Mehrere Europäische Union-Direktiven sind darauf ausgerichtet, ihre Versorgung mit Energie zu verbessern und zu optimieren. Finanzielle Sicherheiten und Anreize der EU-Kommission könnten für solche Projekte erreicht werden, ähnlich der Erdgasrohrleitungen, die bereits produktive und ökonomische Verbindungen verschiedener Partner geschaffen haben. Das deutsch-russische Erdgasröhrengeschäft ist ein konstruktives Beispiel für die wirtschaftliche Verknüpfung verschiedener Partnerländer. Da dieses wirtschaftliche Modell in der Zwischenzeit einige Begrenzungen aufgezeigt hat, wurde es als „Rohstoffwirtschaft“ qualifiziert von der russischen Regierung. Als Gegenbeispiel könnten sich erneuerbare Energien langfristig zu einer viel besseren, integrierten Industriewirtschaft entwickeln.

Die Zusammenarbeit mit den nordafrikanischen Staaten würde eine neue Form von Entwicklungspolitik eröffnen, bei der alle Partner gleichberechtigt an einem gemeinsamen Ziel arbeiten, um so eine nachhaltige Energieversorgung mit angemessenen Infrastrukturen zu gewährleisten.

Nord-Afrika-Europa 2x700 MW AC Stromnetz  VerbindungDiese Politik wurde ihm Rahmen des Solar Plans der Mittelmeerunion präsentiert. Der Plan ist eine Alternative zu einer effektiven Zusammenarbeit zwischen den Ländern des Mittelmeerraumes. Um die Kapazitäten der erneuerbaren Energiequellen der Länder des Mittelmeerraumes zu stärken, setzt der Solar-Plan der Mittelmeerunion auf lokal integrierte Projekte wie das Sahara Wind Projekt. Durch eine integrierte Europa-Mittelmeer-Vision im Bereich der erneuerbaren Energien, hat der Mittelmeer-Solarplan eine neue Dimension der Nachbarschaftspolitik der Europäischen Union geschaffen.  Als Beispiel könnten erneuerbare Energien dieselbe Rolle spielen, wie Stahl und Kohle, die in den fünfziger Jahren zur Europäischen Union geführt haben.

Ursprünglich hat das MEDA/EUROMED Programm der Europäischen Union schon einen Teil der vorhandenen 700 MW Verbindung zwischen Spanien und Marokko durch Unterwasserkabel mitfinanziert. Zurzeit ist diese Verbindung die durch bilaterale Abkommen verwaltet wird auf 1400 MW verdoppelt. Außer einer direkten Vernetzung mit dem benachbarten Portugal, ist eine weitere Verbindung auch mit Spanien vorgesehen. Es könnte dem Ziel dienen, erneuerbare, Windelektrizität aus der Sahara zu importieren mit der Voraussetzung  daß das marokkanische Netz verstärkt wird. Ohne HGÜ Infrastruktur des Sahara Wind Projekts sind die Stromverluste durch vorhandene Leitungen zu hoch. Daher decken sie den steigenden Strombedarf Nordafrikas nur unzureichend.

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