In der Nord-Hemisphäre ziehen die, vom Äquator aufgestiegenen großen Luftmassen, zu den kälteren Temperaturen des Nordpols. Wegen der Rotation der Erde (Coriolis Kraft) drehen sich diese Luftmassen am 30° Breitengrad rechts und bewegen sich im Uhrzeigersinn über dem Atlantischen Ozean. So beginnt die Luft zu sinken und es entsteht eine Hochdruckzone über dem Nordatlantik. Diese über dem Äquator entstandenen Luftmassen schaffen regelmäßige Winde die ein Hochdruckgebiet über den Azoren bewirken.

Diese globalen Winde, die man Passatwinde nennt, entstehen weitgehend durch die Rotation der Erde (Coriolis Kraft), deren Temperatur und Druckunterschiede. 

Die Passatwinde werden im Gegensatz zu den lokalen Winden von der Erdoberfläche wenig beeinflusst.
 
Da der Einfallswinkel der Sonneneinstrahlung der Erdkugel nicht gleich ist (Äquator und Pole) gibt es Temperaturunterschiede. So wie die Coriolis Kraft, die durch die Rotation der Erde entsteht,  können diese Kombination von Kräften durch dem jetzigen Klimawandel kaum geändert werden.
 
Dies sind physikalische Gegebenheiten, solange die Erde eine Kugel bleibt und sich um sich selbst dreht. Daher kann man behaupten, dass die regelmäßigen Passatwinde auch in der Zukunft nicht ausfallen werden.
 
Durch Windreibung generieren Passatwinde Meeresströme an der Oberfläche des Ozeans. Daher haben diese Strömungen die gleiche Richtung wie die nordatlantischen Passatwinde.
 
Es ist eine Tatsache, das sich die größten sedimentären Phosphatverkommen (73% der Weltreserven*) am Fuß des Atlasgebirges Nordafrikas befinden. Dies bestätigt, dass die Passatwinde über dem Atlantischen Ozean die Meeresströme seit Millionen von Jahren so beeinflussten.
 
Die gesteigerte biologische Produktion durch diese Meeresströme ermöglichte eine Mischung von tiefen, phosphatreichen Schichten mit der Oberfläche des Ozeans entlang Kontinentalplatten.
 
Konzentriertes, phosphatreiches Plankton wurde über tausende von Kilometern durch diese Meeresströmungen bis zum Fuß des Atlasgebirges geschoben. Die Zusammenführung mit den wärmeren Gewässern des Indischen und Pazifischen Ozeans aus dem Osten, stimulierte das Wachstum eines außergewöhnlich reichen Biotops. Dies zog erhebliche Mengen von größeren Prädatoren „Haie und Rochen“ an, deren Überreste sich in diesem Bereich angesammelt haben. Seit dem Paläozän und Eozän vor etwa 60-40 Millionen Jahre hat sich dieses größte phosphathaltige Mineraldepot abgelagert. Unter seichtem Wasser, während dieser geologischen Periode, zeigen die gelben Dreiecke auf der Karte bei Khouribga, Benguerir und Youssoufia in Marokko die heutigen Phosphatabbaugebiete. Weiter südlich findet man das Phosphatfeld von Boucraa.
  
An der Nordafrikanischen Küste, wird das Klima durch die Verbindung der Sahara mit dem Atlantischen Ozean, von regelmäßigen Passatwinden geprägt. Die lokalen thermischen Winden aus der weiträumigen Sahara überlagern die Passatwinde und schaffen so eine der größten Windregionen der Welt. Diese Passatwinde sind hauptsächlich für die extreme Trockenheit der Sahara verantwortlich, da sie die Wolken aus dem Atlantik vertreiben. 
 
Zur Zeit der Segelnavigation haben die Passatwinde über Jahrhunderte die transatlantischen Seewege bestimmt. Daher sind sie ursprünglich verantwortlich für die gesamte europäische Kolonialexpansion. Somit  bestimmten sie einen großen Teil der jetzigen weltpolitischen Geografie.
 
Die Passatwinde formten die Saharaküsten linie Nordafrika's in Marokko und Mauretanien zu einem leeren, felsigen Plateau „Hammada".

Durch eine von der Nord Atlantic Treaty Organization zu Verfügung gestellte Finanzierung konnten umfassende Daten über die Passatwinde im Süden von Marokko und Mauretanien ermittelt werden. Im Rahmen des Sahara Wind Projects wurden diese Messungen mit regionalen, akademischen und wirtschaftlichen Partnerschaften durchgeführt. Sie geben Auskunft über die Windgeschwindigkeiten auf verschiedenen Höhen, über mehrere Jahre dauernden Messungen.

Somit konnte die Qualität und das Ausmaß dieser Nordafrikanische Windenergie quelle bestätigt werden.

 

(*) Source: U.S. Geological Survey, Mineral Commodity Summaries, January 2017

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